wien ist für agenten ja schon immer eine brauchbare spielwiese gewesen. sei es in filmen (dieser, jener und noch einer) oder auch im realen leben (stichwort: kasachstan). kein wunder also, dass auch ein agentenspiel gut hierherpasst. the vienna project. von roman mittermayr ausgedacht und von ihm und seinem team von der idee zur umsetzung gebracht, entstand damit ein spannendes agentenspiel mit breiter einbindung von tech-gadgets und web2.0-anwendungen. quasi schnitzeljagd 2.0 (wobei dieser begriff fast eine beleidigung wäre).

16 mitspieler wurden über verschiedene kanäle gecastet und mussten sich gestern an verschiedenen treffpunkten einfinden, an denen ihnen erste handlungsanweisungen übergeben wurden.

danach folgte eine reihe von aufgaben, die die agenten zu bewältigen hatten: beschattung, informationsbeschaffung, dechiffrierung, usw. dies unter zuhilfenahme von gps-informationen und microblogging-diensten. ziel war es, aus einer liste von agenten den „vanished agent“ herauszufinden. dies wurde durch ablenkungen und absichtliche falschinformationen sowie eine entführung erschwert.

The Vienna Project

meine aufgabe war die photographische dokumentation. natürlich, ohne von den agents gesehen zu werden. equipment: 5d mk II (mit voller 21MP-auflösung, um auch aus der ferne photographieren bzw. dann ausschneiden zu können) und 70-200mm tele (den vorher extra bestellten dreihunderffünfzigeurozweifachextender habe ich nicht benutzt…die angst vor unscharfen bilder (wurde mir prohezeit) war einfach zu groß). wäre das versteckspiel vor den agents nicht schon genug, so muss man sich auch böse blicke von passanten oder manch sarkastische meldung gefallen lassen. um als beschatter karriere zu machen, muss ich wohl noch etwas üben, aber nächstes jahr geht’s ja hoffentlich weiter.

UPDATE: Weitere Berichte gibt’s hier, hier, hier und hier. Weiters gibt’s eine Flickr-Gruppe.

The Vienna Project

das komplette photoalbum findet sich wie immer auf flickr.