schlagzeuger haben es in urbanem gebiet ja bekanntlich eher schwer, was das ausüben ihrer leidenschaft angeht. so auch meine wenigkeit. grob betrachtet gibt es nur zwei möglichkeiten, ohne gröbere nachbarschaftsstreitigkeiten zu spielen: proberaum oder e-drums. ersteres ist meistens mit eine band verbunden (aber wer will schon NUR bei den proben hinterm schlagzeug sitzen) und meist in (mehr oder weniger) feuchten kellern, die wenig gemütlichkeit ausstrahlen und bei gemeinsamer benützung mit anderen combos meist eine hohe wahrscheinlichkeit besitzen, dass das eigene equipment mit der zeit füße bekommt und zu anderen bands wandert. zweiteres (also e-drums) sind teuer. es gibt natürlich die möglichkeit, beim allseits bekannten diskont-supermarkt hofer ein e-drumset um ca. € 300,- zu erwerben. über die qualität dieses überdimensionierten briefbeschwerers muss ich ja nicht weiter philosophieren. gute e-drumsets beginnen im vierstelligen euro-bereich, diejenigen mit einem spielgefühl, das annähernd an reale drumsets herankommt, sind unter € 3.000,- nicht zu haben.

bleibt noch die möglichkeit, das akustische drumset zu einem elektronischen umzubauen. auf das genaue setup werde ich demnächst noch eingehen, jetzt erstmal zu den heimwerkerischen vorbereitungen. durch den umbau auf e-drums ist das set zwar praktisch nicht lauter als eine akustische gitarre, aber die vibrationen lassen sich nicht ausschalten. so ist es leicht möglich, dass der darunter wohnende nachbar die schläge der bassdrum oder snare wie festes aufstampfen per fuß wahrnimmt. um dies zu verhindern, ist ein kleines „podest“ sehr zu empfehlen, welches die schwingungen dämpft.

drum-podest

hierzu habe ich einen rahmen aus holz gebaut (30x50mm kanthölzer), der auf zurechtgeschnittenen waschmaschinen-unterlagsgummis (was die vibrationen einer waschmaschine dämpft, funktioniert bei einem schlagzeug auch) liegt. darauf kommen mdf-platten (16 oder 19mm stark). dazwischen ist noch eine schicht von übriggebliebenem teppich-anti-rutsch-filz. ob das auch was bringt, bin ich mir nicht ganz so sicher, aber schaden tut’s auch nicht. auf die platten kommt dann ein teppich (möglichst dick). die ganze plattform ist 150x200cm groß.

fertiges podest mit drumset

wie man sieht, ist das drumset noch im orignalzustand und so nicht bespielbar (ohne sofortiges sturmläuten der übrigen hausbewohner). mehr zur elektronischen adaption gibt’s nächste woche.