Man sagt zwar, dass ein Motorrad nie wirklich fertig ist, aber „Indy“ (so der Name dieser hübschen Dame) ist schon nahe dran. Nachdem die Frage „was hast du denn alles gemacht?“ immer wieder auftaucht, seien folgend mal alle (derzeitigen) Änderungen vom Originalzustand aufgelistet. Vielleicht inspiriert es ja den einen oder die andere, auch noch an ihrer Scout herumzuschrauben.

Vorab aber erstmal vielen Dank an Harald von Indian Vienna für seine Unterstützung und das immer perfekte Service! Kurz sei auch erwähnt, dass es sich um eine Indian Scout Sixty (Baujahr 2016) handelt – nur für den Fall, dass sich jemand wundert, warum manche Teile vielleicht nicht auf seine neuere Scout passen.

Für einen sportlicheren Look hab ich ein Indian 1901 Mini Windshield montiert, das zuvor aber schwarz lackiert wurde (der „1901“-Schriftzug am Original ist nett, aber nicht meines). Die Windabweise-Fähigkeiten halten sich in Grenzen, es dient eher der optischen Aufwertung.

Gemeinsam mit dem Windshield sorgt der Indian Beach Bar Lenker für ein angenehmeres Fahren (er ist flacher und breiter als der Standard-Lenker).

Nachdem die Original-Fußrasten nach einer Saison schon etwas abgefahren waren und keine Fußrastenschleifer hatten, habe ich diese gegen die Indian Scout Bobber Footpegs (mit Fußrastenschleifer) getauscht. Für Beifahrer*Innen sind auch Indian Passenger Footpegs montiert.

Nicht auf den Fotos sind die schwarzen Indian Leder-Satteltaschen, diese werden nur für Touren montiert (siehe meine Fotoblog-Beiträge über Vorarlberg und Schottland).

Zur Verbesserung des standardmäßig doch sehr weichen Fahrwerks wurden das Innenleben der Federgabeln vorn gegen den Cartridge Tracker von K-Tech (erhältlich über Zupin) ersetzt – fährt sich viel angenehmer!

Hinten wurden die Original-Dämpfer komplett getauscht gegen Bullit Federbeine von K-Tech (gibt’s ebenfalls bei Zupin). Diese werden bei der Bestellung auf das Fahrergewicht angepasst. Funktionieren ebenfalls top und schauen auch gut aus.

Der Original-Sound ist ja eher „suboptimal“, dafür gibt’s ja reichlich Auswahl. Bei mir wurde es der Endtopf von VPerformance. Großartiger Sound (natürlich mit E-Prüfzeichen!), die Lautstärke lässt sich über austauschbare DB-Killer einstellen. Vom Look her auch viel kleiner und kürzer als der massive Original-Endtopf. Damit kommen auch die Metzeler Weißwandreifen viel besser zur Geltung.

Für den Sitzkomfort wurde der Originalsitz gegen einen Brave Fastback Saddle von Corbin getauscht.

Der ist gemütlich wie ein Sofa und bietet auch Platz für eine Mitfahrerin oder einen Mitfahrer (zugegeben: auf Dauer ist es nicht sehr gemütlich hinten, aber für eine Fahrt ins Café reicht’s). Auf den Halterungen für die Satteltaschen lässt sich auch die abnehmbare Sissy-Bar (Rückenlehne für Beifahrer*Innen) montieren (schaut aber nicht wirklich gut aus, daher kommt sie nur rauf, wenn wirklich jemand mitfährt).

Passend zum Windshield wurde auch die Kühlerabdeckung gegen einen kleinen Spoiler – Küryakyn Signature Series Sprint Chin Spoiler – getauscht. Dieser kommt unlackiert und kann nach Belieben gestaltet werden.

Die sehr massiven Blinker wurden gegen Bullet 1000 LED-Blinker von Kellermann (erhältlich auch bei Louis) getauscht (bei diesem Scout-Modell waren dazu keine Widerstände oder anderen Relais notwendig; Eine detaillierte Anleitung zum Einbau findet sich auf Mo’s Blog). Dazu passt hervorragend der Highsider LED-Hauptscheinwerfer (hier ist ebenfalls kein Widerstand notwendig) – danke an die Jungs von IWAN-Bikes aus München für den Tipp!

Das Tank-Emblem wurde entfernt, stattdessen ziert ein handgemalter gold-roter Indian Schriftzug (gemacht von Meister August Mischinger himself).

Die Zahnriehmen-Abdeckung wurde ebenfalls schwarz lackiert (wie auch das Windshield und der Spoiler von Weihrauch Carcare perfekt lackiert – großartiger Service!) und mit unserem NerdCircusMotorcycleClub-Emblem (emaillierte Stahlplatte, hergestellt von RIESS Email) versehen.

Der Auspuff ist getaped und dank Kontakt mit Nike-Sneakers und einer Regenhose auch schon mit zwei wunderschönen schwarzen Flecken aus geschmolzenem Kunststoff versehen (bester Beweis, dass der Auspuff wirklich sehr warm wird). ¯\_(ツ)_/¯ 

Da ich beim Fahren das Smartphone ungern in der Hosentasche trage, habe ich eine SP-Connect Halterung (in Kombination mit einem RAM Ballmount) am Lenker montiert. Funktioniert wunderbar, das Smartphone ist gerade noch hinter dem Windshield im Windschatten.

Last, but not least: Die Umrahmung des Rücklichtes ist ebenfalls schwarz lackiert.

Soweit alle Änderungen – bis jetzt. Mal sehen, was sich noch ergibt.