spontanerweise habe ich mich beim heutigen videocamp 2010 (und nochmal beim barcamp klagenfurt 2010) dazu entschlossen, einen beitrag zu den sessions über dslr-video zu leisten (aufzeichnung des live-streams, foto 1, foto 2). aber keinen folienunterstützten vortrag, sondern einen erfahrungsbericht (somit gibt’s auch keine folien). folgend alle links/beispiele/gadgets, die ich erwähnt habe:
die canon 5d mkII verfügt über ein auto-gain-control, d.h. der pegel wird automatisch an die lautstärke angepasst. dies kann überaus nervig sein (wenn sich zB die lautstärke oft ändert) und verhindert jegliche professionelle verwendung des ton-signals. abhilfe schafft eine spezielle firmware, die diesen umstand beseitigt und noch weitere praktische features bietet (zB full HD output am HDMI ausgang).
da das eingebaute mikrofon der 5d für a&f ist, emfpiehlt sich die verwendung eines externen mikrofons. ein empfehlenswertes mic wäre das rode videomic – hier ist mikrofon und entkoppelung gleich in einem (batterie ebenso). wer öfter interviews führt (oder sein mic auch für die abnahme seines schlagzeugs nutzen will), dem empfehle ich das c1000s aus dem österreichischen hause AKG. sehr vielseitig einsetzbar, kommt durch die einlegbare batterie auch ohne phantomspeisung aus. wie man am unteren bild sieht, besitze ich zwei davon. man möge raten, welches davon das neuere ist. soviel zu “qualität aus österreich”.
zum direktanschluss an die 5d gibt’s spezielle (xlr-auf-miniklinke) kabel:
nachteil dieser variante: der pegel lässt sich nur über die kameraeinstellungen steuern. die bessere variante: ein gerät dazwischenschalten, mit dessen hilfe sich der pegel anpassen lässt. dies geht einerseits über einen field mixer (beispiel: sound device mix pre), welcher über drehregler die steuerung des pegels erlaubt und auch phantomspeisung bietet. (größere) versionen sind standard bei jeder professionellen produktion. leider doch relativ teuer. daher hab ich mich zum einsatz meines zoom h4 (empfohlen sei jedoch der nachfolger h4n; danke für den hinweis zu den nachteilen des “alten” h4 aus dem publikum!) entschlossen (dieses hatte ich schon zuvor). damit lassen sich 2 quellen (mikrofone oder line-signale) einerseits in sehr guter qualität aufnehmen und auch direkt über einen line-ausgang an die kamera leiten (dazu gibts phantomspeisung, limiter, compressor und wasweißichnoch) und der ton über einen kopfhörer ausgang live monitoren (wichtig!!). ein backup (noch dazu in höherer qualität als das auf der kamera aufgezeichnete) des audio-signals schadet nie.
dazu sehr brauchbar sind kurze kabel (hier gibt’s keinen link, die beiden sind selbst gelötet…man hat ja sonst nichts vor an einem freitag abend). als richtmikrofon verwende ich das ntg-3 von rode. sehr brauchbar. entweder direkt andere kamera mit halterung (passend in den blitzschuh) oder windschutz/mikroangel.
zusammengesetzt schaut das ganze dann ungefähr so aus:
fehlt nur noch eine halterung, auf der kamera und field recorder montiert sind. dazu gibt’s ein eigenes posting, wenn der postmensch das nächste paket bringt *har har*.
als student lernt man ja, seine thesen immer mit quellen zu untermauern. so geht zB in diesem audio-vergleich das h4n als bestes device hervor. gute quellen für weiter hinweise sind die foren auf cinema5d. von speziell für die 5d gefertigten geräten zur audio-steuerung (zB dieses hier) halte ich nicht sehr viel. bis jetzt alle qualitativ nicht gut verarbeitet, meist teuer und in sachen audio-qualität nicht überragend. nachzulesen in diversen foren.
ps.: alle teile lassen sich statt bei thomann auch in der klangfarbe erwerben (sollte es hier einen preisunterschied geben, hilft zu 99% ein “aber beim thomann kostet es nur …“-hinweis). bis auf den sound device mixer, den gibt’s bei ton eichinger.
EDIT: folgend die beim Barcamp Klagenfurt erwähnten bzw. gezeigten seiten:
zur stabilisierung der kamera bieten verschiedene firmen sog. “rigs” an, auf denen die kamera befestigt werden können (z.B. redrock, zacuto, glidecam). einen keinen überblick bietet das forum DVXUser.
im ersten moment denkt man: verdammt, schon wieder ein strafzettel. auf den zweiten blick erkennt man jedoch die frechheit: ein strafbezettelter autofahrer hat den ausdruck des parksheriffs abgelöst und seine eigene version des strafmandats (lautend auf das nächstbeste auto…meines) handschriftlich ergänzt. leider hat sich der gute beim kennzeichen verschrieben (wie blöd kann man sein, beim abschreiben einen fehler zu machen) und noch dazu auf eine organstrafverfügung das wort anzeige geschrieben. ein kurzes telefonat mit der überaus freundlichen dame der MA6 hat mir bestätigt: gegen mich liegt nichts vor.
somit: viel spaß mit der anzeige (diesmal wirklich), die demjenigen (der sich des zettelchens entledigt hat) bald ins haus flattern wird. dreistigkeit zahlt sich eben nicht immer aus.
vorgestern waren wieder digitalks im wiener museumsquartier, diesmal waren mobile applications das thema. wieder hervorragend organisiert von meral und gut gefüllt, jedoch gab es bei den vortragenden einige unsicherheiten bei einzelnen applications (wie mario beschreibt) und auch die präsentation von applications auf smartphones vor großem publikum hat nicht immer ganz reibungslos funktioniert. dennoch: gelungener abend und guter vorgeschmack auf den digiday09 am 17. oktober. als vorbereitungslektüre empfiehlt sich das digitalks handbuch, das gerade frisch erschienen ist (für leseratten aus dem tourismusbereich sei auch noch der travel2.0 guide der österreich werbung erwähnt).
wien ist für agenten ja schon immer eine brauchbare spielwiese gewesen. sei es in filmen (dieser, jener und noch einer) oder auch im realen leben (stichwort: kasachstan). kein wunder also, dass auch ein agentenspiel gut hierherpasst. the vienna project. von roman mittermayr ausgedacht und von ihm und seinem team von der idee zur umsetzung gebracht, entstand damit ein spannendes agentenspiel mit breiter einbindung von tech-gadgets und web2.0-anwendungen. quasi schnitzeljagd 2.0 (wobei dieser begriff fast eine beleidigung wäre).
16 mitspieler wurden über verschiedene kanäle gecastet und mussten sich gestern an verschiedenen treffpunkten einfinden, an denen ihnen erste handlungsanweisungen übergeben wurden.
Übergabe von Anweisungen
danach folgte eine reihe von aufgaben, die die agenten zu bewältigen hatten: beschattung, informationsbeschaffung, dechiffrierung, usw. dies unter zuhilfenahme von gps-informationen und microblogging-diensten. ziel war es, aus einer liste von agenten den “vanished agent” herauszufinden. dies wurde durch ablenkungen und absichtliche falschinformationen sowie eine entführung erschwert.
entführer kurz vor dem zugriff
meine aufgabe war die photographische dokumentation. natürlich, ohne von den agents gesehen zu werden. equipment: 5d mk II (mit voller 21MP-auflösung, um auch aus der ferne photographieren bzw. dann ausschneiden zu können) und 70-200mm tele (den vorher extra bestellten dreihunderffünfzigeurozweifachextender habe ich nicht benutzt…die angst vor unscharfen bilder (wurde mir prohezeit) war einfach zu groß). wäre das versteckspiel vor den agents nicht schon genug, so muss man sich auch böse blicke von passanten oder manch sarkastische meldung gefallen lassen. um als beschatter karriere zu machen, muss ich wohl noch etwas üben, aber nächstes jahr geht’s ja hoffentlich weiter.
wem außer “WTF?” dazu nichts einfällt, dem sei erklärt, dass es sich hierbei um die “visitenkarte 2.0″ (zitat von thomas) handelt. man hält zwei pokens aneinander und diese tauschen die digitalen visitenkarten (twitter, facebook, usw.) aus. ob und wie sich das ganze durchsetzt, sei dahingestellt. immerhin habens die pokens schon in die futurezone und den kurier geschafft. natürlich gibts auch fotos und ein kurzes video:
ich war letzte woche mit axel halbhuber (der von bregenz nach wien wandert) in den lechtaler alpen unterwegs.
im wander-outfit (foto: axel n. halbhuber)
wie er in seinem beitrag schon ausführlich beschrieben hat, ist die verwendete karte von freytag & berndt für a&f. seine argumente sollte man am besten selbst lesen. ich kann ihm nur absolut recht geben (schließlich bin ich fünf schritte hinter ihm genau diesen weg gegangen). einen derartigen pfad (als alter mountainbiker würde ich auch singletrail dazu sagen) als “leicht begehbaren Spazier- od. Wanderweg” zu kennzeichnen, ist absolut fahrlässig (es geht um den weg von der leutkircher hütte zum kaiserjochhaus). ich kann zwar behaupten, schwindelfrei & trittsicher zu sein, aber als noch relativ unerfahrener alpinwanderer kam mir schon mal ein “na servas” über die lippen. nicht auszudenken, wenn eine familie samt kindern beschließt, diesen weg zu nehmen.
die aktion hatte ihr großes finale im “pool” vor der karlskirche, wo nach helge’s aufforderung noch thriller getanzt wurde:
thriller im wasser
auch manche medien verfolgen twitter. zumindest fm4 (inkl. foto von mir), oe24, derstandard und news. gefilmt wurde auch fleißig, natürlich auch von mir:
am samstag war das finale des 11. designpfades. nach einer fashion show der modebetriebe aus dem freihausviertel war barbara helfgott mit ihrer band rondo vienna on stage. wow.
praktischerweise hatte ich mein baby meine kamera mit. interessant, mal einen photographischen ausflug in die fashion-welt zu machen. das ergebnis findet sich wie immer auf meiner flickr-page.
Model am Laufsteg
nachdem die kamera auch filmen kann, hab ich ein paar sekunden des konzerts aufgenommen. man möge mir die unruhige haltung verzeihen, aber die 200mm brennweite verzeihen nicht die kleinste bewegung. dabei hatte ich zuvor extra ein gläschen sekt zwecks ruhigerer kameraführung…
als protest gegen die neue hausordnung des museumsquartiers haben sich gestern mehrere hundert demonstranten im museumsquartier eingefunden. singend (”if you want to sing out” von cat stevensyussuf islam) und zuprostend haben sie ihren unmut kundgetan. organisiert wurde das ganze über eine facebook gruppe. die betreiber haben aber schon vor der demo (oder was es auch immer war) zugesagt, dass es sich nur um ein großes mißverständnis handelt und es natürlich kein alkoholverbot gibt.